German English French Spanish

»Regenbogen-Basalt« - 5.0 out of 5 based on 44 votes

 

»Regenbogen-Basalt«, USA

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Der Handelsname »Regenbogen-Basalt« steht für einen dunklen Basalt aus Michigan (USA) mit rundlichen Hohlraumfüllungen aus einem komplexen Mineralgemenge aus rosaroten und grünen Feldspäten, grauem Quarz und ein wenig Calcit.

Eine Dünnschliffanalyse zeigte, dass die ursprünglich vorhandenen Mineralien zum Teil stark verwittert sind. Die ehemaligen blasenartigen Hohlräume sind mit zahlreichen, zum Teil komplexen Mineralisationen ausgefüllt.

Nachweisbar waren neben Feldspat und Calcit vor allem Quarzkriställchen. Die Feldspäte sind nicht mehr frisch, sondern haben sich zum Teil in Tonminerale zersetzt. Hinzu kommen optisch nicht näher bestimmbare Zeolithminerale.

Die bunten Farben sind zurück zu führen auf das Vorhandensein von Eisenoxiden (Hämatit, Goethit), was zu rötlichen Farbtönen führt und von Zeolithen und verwitterten Feldspäten, die grünlich erscheinen.

Die Grundmasse, die diese gefüllten Hohlräume umgibt, ist homogen und besteht vor allem aus Plagioklas-Feldspat. Dazwischen finden sich serpentinisierte Olivine und sehr vereinzelt Augite. Das reichlich vorhandene Eisenoxid, das wohl ursprünglich aus Magnetit bestand, hat sich in wenig Hämatit und reichlich Goethit umgewandelt. Die zwischen den Kristallen sitzenden Reste von Glas deuten auf ein Alter von weniger als ca. 150 Millionen Jahre hin.

Regenbogen-Basalt ist demnach ein relativ junger Basalt, der durch die ästhetisch ansprechenden bunten Hohlraumfüllungen seinen Weg in den Schmuckhandel gefunden hat.

 

Detailliertere Informationen zu diesem prägnanten Gestein finden Sie in unserem Newsletter-Archiv.

 

Shattuckit-Chrysokoll-Quarz - 4.6 out of 5 based on 82 votes

 

Shattuckit-Chrysokoll-Quarz

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Aus der Kupferlagerstätte Tantara im Kongo, die früher schon sehr schöne Mischungen von Plancheit und Shattuckit mit Dioptas und weißem Calcit lieferte, kommt auch ein Gestein, das aus Shattuckit, Quarz, Chrysokoll, Azurit, Malachit, Bornit und weiteren Kupfererzen besteht und als "Shattuckit" vermarktet wird.

Das mittel- bis dunkelblaue Kupfermineral Shattuckit tritt üblicherweise als feinnadelige bis faserige Kristalle in radialstrahligen oder massigen Mineral-Aggregaten als Sekundärmineralisation in der Oxidationszone von Kupfer-Lagerstätten auf. Mit einer Mohs-Härte von 3½ ist es zu weich für die Schmuckherstellung und es steht in reiner Form auch nicht in ausreichender Quantität zur Verfügung, als dass es als Schmuckstein verwendet werden könnte.

Eingebettet in Quarz und zusammen mit anderen Kupfermineralien wie himmelblauem Chrysokoll und/oder grasgrünem Malachit bildet es jedoch eine Mineralzusammenstellung, die nicht nur optisch sehr ansprechend ist, sondern auch gut polierbare Schmucksteine ergibt.

 

Detailliertere Informationen zu diesem Gestein finden Sie in unserem Newsletter-Archiv.

 

»Sonora Sunrise« - ein farbenprächtiges Kupfererz - 4.8 out of 5 based on 103 votes

 

»Sonora Sunrise«, Mexiko

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Dieses farbenfrohe Gestein kommt aus der Milpillas Kupfermine, die westlich der Ortschaft Cananea in der Sonora Wüste Nord-Mexikos liegt. Die kleine Mine produziert nur wenig Material, weshalb die Steine seit ihrer Markt-Einführung im Jahre 2006 hohe Preise erzielen.

Je nach Mineralverteilung variieren die Farben von einem dunkelroten Braun mit olivfarbenen Flecken bis hin zu schwarzen Zonen mit einem metallischen Schimmer, die patchworkartig vermengt sind mit blauen und grünen Zonen von eng mit einander verwachsenen Mineralien. Mittels röntgenographischer Methoden konnten die grün-blaue n Bereiche als eine Verwachsung des Kupfersulfats Brochantit, mit dem grünen Kupfersilikat Chrysokoll identifiziert werden. Die braun- bis orangeroten Bereiche bestehen aus dem Kupfer(I)oxid Cuprit welches wiederum mit dem schwarzen Kupfer(II)oxid Tenorit verwachsen ist.

Diese Mineralzusammensetzung ist typisch für die Oxidationszone kupferhaltiger, sulfidischer Erzkörper. Kupferoxide wie Cuprit und Tenorit bilden sich durch Oxidation aus verschiedenen Kupfersulfiden bzw. gediegen Kupfer. Brochantit und Chrysokoll sind typische Sekundärmineralien, die oft durch Infiltration von schwefel- und siliziumhaltigen Lösungen im Zusammenhang mit hydrothermalen Vorgängen entstehen.

Jedes dieser Kupfermineralien für sich genommen ist nicht unbedingt selten oder spektakulär. Ihre Kombination jedoch macht dieses Gestein zu einem selten farbenfrohen Schmuckstein. Die außergewöhnliche Farbenpracht kommt am schönsten im Cabochonschliff zur Geltung, weshalb das Material vor allem zu Schmuck verarbeitet wird.

 

Detailliertere Informationen zu diesem Gestein finden Sie in unserem Newsletter-Archiv.

 

»Dumar« - ein Skarngestein - 5.0 out of 5 based on 115 votes

 

»Dumar«, China

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Die Entstehung des Begriffs Dumar ist unbekannt. Ob der Name etwas mit dem span. Mar = Meer zu tun hat ist nicht überliefert. Als Herkunft wird "China" angegeben.

Wie viele andere neu entdeckte Gesteine, so wurde auch Dumar zunächst als ”Jaspis“, genauer gesagt als ”Lotusjaspis“ bezeichnet. Mit Jaspis hat das Gestein aber nicht das Geringste zu tun. Mineralogische Untersuchungen haben ergeben, dass es sich um ein sehr komplexes Skarn-Gestein handelt. Skarne sind durch Metasomatose aus Kalk- oder Dolomitgesteinen entstandene metamorphe Gesteine, die sich durch Stoffaustausch mit silikatreichem Nebengestein bilden.

Der Dumar-Skarn besteht aus einer verkieselten Grundmasse mit sehr feinkörnigem Tremolit, der stellenweise mit Dolomit und Calcit verwachsen ist und die grünen Bereiche bildet. Hinzu kommen radialstrahlig angeordneter Augit und Ägirinaugit in größeren Kristallen, die in den helleren Bereichen mit Albit verwachsen sind. Dazwischen finden sich violette Bereiche aus Fluorit, der stellenweise idiomorphe Kristalle ausbildet.

 

Detailliertere Informationen zu diesem Gestein finden Sie in unserem Newsletter-Archiv.

 

»Black Galaxy« (Bronzit-Gabbro) - 5.0 out of 5 based on 77 votes

 

Bronzit-Gabbro, Indien

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Der Name »Black Galaxy« für dieses schwarze Gestein mit goldglänzenden Bronzit-Einsprenglingen und bläulich schimmerndem Labradorit-Feldspäten hat sich zuerst im Steinmetzgewerbe etabliert.

Im Laufe der Jahre sind für das gleiche Gestein aber auch andere Handelsnamen entstanden, z.B. »Galaxy Black«, »Star Galaxy« oder »Galaxy Gold«.

Im Mineralienhandel wurde es zunächst  fälschlicherweise für eine Variante von Nuumit gehalten, mit dem es jedoch keine Gemeinsamkeiten hat. Es stammt aus der Provinz Andhra Pradesh in Ost-Indien und ist petrologisch als Bronzit-Gabbro anzusprechen. Das quarzarme, magmatische Gestein enthält viel Plagioklas und Erzmineralen, welche für die fast schwarze Eigenfarbe verantwortlich sind.

Verwendung findet das Material vor allem im Steinmetzbereich für Fensterbänke, Küchenfließen und Bodenbeläge, in zunehmenden Maße aber auch als Trommelstein und im Schmuckbereich.

 

Detailliertere Informationen zu diesem Gestein finden Sie in unserem Newsletter-Archiv.

 

unsere Geschäftspartner: