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»Tiffany Stein« (Fluorit-Opal-Jaspis) - 5.0 out of 5 based on 33 votes
Fluorit-Opal-Jaspis (»Tiffany Stone«)

Fein verteilter Fluorit färbt diesen Fluorit-Opal-Jaspis (»Tiffany Stone«) violett

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Eine Vielzahl von kleinen Vorkommen im Südwesten Uthas (USA), die unter dem Namen "Spore Mountain Lavender Mines" einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangten, liefern dieses beige Gestein mit violetten Adern, welches in den USA als »Tiffany Stone« bekannt wurde. In Deutschland kam das Gestein unter dem nicht ganz stimmigen Namen "Fluorit-Opal" vor allem als Trommelsteine auf den Markt.

Es verdankt seine Entstehung der Aktivität von Vulkanen, die in einem Kalksteingebiet in mehreren Schüben große Mengen von silikatreichen Aschelagen deponierten. Zwischen den zeitlich weit auseinander liegenden Eruptionen bildeten sich quarzreiche Sedimente, die allmählich verfestigt und umgebildet wurden. Fluorhaltige Gase führten zu einer Imprägnation der Ablagerungen mit Fluorit. In einer älteren Periode wurden vor allem Quarz, Quarzit, Jaspis, Achat und Flint entlang des Kontakts zum darunter liegenden Kalkstein gebildet. Mit dem Kalkstein assoziierte Manganerze, wurden mit eingebunden und zeigen sich braune bis schwarze, oft metallisch glänzende Adern im Gestein.

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»Tsesit«® - eine Goethit-Konkretion - 4.9 out of 5 based on 167 votes
Tsesit, Namibia

»Tsesit« (Goethit-Konkretion), Namibia

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Namensgebend für diese knolligen bis rundlich flachen Steine ist die Ortschaft Tses in der Nähe des Fundorts, 180 km südlich der Hauptstadt Windhuk in Namibia. Tsesit® besitzt eine harte und glänzende Oberfläche, die als "Wüstenlack" bezeichnet wird. Wüstenlack ist ein dunkler, lack- bis firnisartiger Überzug aus Eisen- und Manganoxiden, der alle Arten von Gesteine überzieht, die den extremen Hitze- und Feuchtigkeitsbedingen von Wüstengebieten ausgesetzt sind.

Mit Hilfe von Röntgendiffraktionsanalysen (RDA) konnte das EPI-Labor frühere Untersuchungen des Labors der Deutschen Stiftung Edelsteinforschung (DSEF) bestätigen und Tsesit® als nahezu vollständig aus dem Eisenerz Goethit bestehend identifizieren.

Entstehung (Genese)
Vorstellungen, dass die Goethit-Knollen zunächst im Verlauf einer fortschreitenden Diagenese aus verwittertem Markasit entstanden sind und dann durch einen Meteoriteneinschlag in einer Art Streufeld über viele qkm verteilt wurden, konnten nicht bestätigt werden. Gesteine, die der gewaltigen Schockwelle eines Meteoritenabsturzes ausgesetzt wurden, zeigen charakteristische Mikrorisse (Schockrisse), die in keiner der untersuchten Tsesit®knollen vorgefunden wurden. Auch die Möglichkeit, dass es sich um verwitterte Eisen-Nickel Meteorite handeln könnte, kommt nicht in Betracht, weil Tsesit® völlig nickelfrei ist.