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»Hilutit« - ein Zirkon-Granat-Quarzit aus Sri Lanka - 4.4 out of 5 based on 110 votes
»Hilutit«, Sri Lanka

»Hilutit« (Zirkon-Granat-Quarzit), Sri Lanka

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Im Jahre 2004 kam ein rötliches Gestein auf den Markt, das unter dem Handelsnamen "Hilutit" (angeblich eine Verballhornung von "Hilft und tut gut") vermarktet wurde. Es stammt aus Sri Lanka, der genaue Fundort wurde jedoch geheim gehalten.

Eine Dünnschliffanalyse des EPI-Instituts ergab damals, dass es sich um ein quarzreiches Gestein (Quarzit) handelt, mit Einlagerungen von Granat und Zirkon.

Spätere Untersuchungen ergaben neben Quarz vor allem Goethit und Zirkon. Die gefundenen Abweichungen im Mineralstoffgehalt machten weiterführende Untersuchungen erforderlich, bei denen modernste Analyseverfahren wie z.B. die Ramanspektroskopie zum Einsatz kamen.

Das Ramanspektrum zeigte eine perfekte Quarzsignatur, die so intensiv war, dass die Signaturen der winzigen Einschlüsse komplett im Hintergrundrauschen untergingen.

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Lavendeljade (Jadeit - Metagranitoid), Türkei

»Lavendeljade« (Jadeit - Metagranitoid), Türkei

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Das weltbekannte Vorkommen für dieses fliederfarbene Gestein liegt in der Türkei, etwa 90 km südlich von Bursa bei Harmancik. Dort ist ein ca. 400m dicker, jadeithaltiger Gesteinkörper zwischen Glimmerschiefern und Marmoren eingebettet. Er hat sich vor ca. 80 Mio. Jahren durch eine Hochdruckmetamorphose bei der Kollision von zwei Kontinentalplatten aus einem granitartigen Gestein (Granitoid) gebildet. Der daraus entstandene Metagranitoid besteht neben Quarz, Chloritoid, Lawsonit, Glaukophan und Phengit aus bis zu 50% Jadeit.

Jadeit kommt in diesem Gestein nicht nur in der Farbe violett (Lavendeljade) vor, sondern in geringem Umfang auch in grau, weiß und grün. Die violette Farbvarietät entstand aufgrund der Zirkulationen manganhaltiger Lösungen während des Metamorphoseprozesses.

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»Llanit« Rhyolith (»Que Sera Stein«) - 4.6 out of 5 based on 76 votes
»Llanit Rhyolith«, Madagaskar

»Llanit Rhyolith«, Madagaskar

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Ein rhyolithisches Gestein, das als »Llanit«, »Llianit« oder »Llanoith«, »Que Sera Stein« oder einfach als "Porphyrit" und "Vulkanit" vermarktet wird, zeigt runde bis ovale Quarze, die in bläulichen Farbtönen schimmern. Der Überbegriff "Vulkanit" sagt zwar ganz richtig etwas über die Entstehungsweise aus ("vulkanischen Ursprungs"), aber nichts darüber, um was für ein Gestein es sich handelt (Vulkanite gibt es viele). Desweiteren kursiert noch die Bezeichnung "Porphyrit" - ein veralteter Begriff für Rhyolith. Die Name »Llanit« wurde nach einem seiner Fundorte im Llano County, Texas, USA vergeben. Alle anderen Namen sind frei erfundene Handelsnamen. Als Fundorte sind Brasilien, Madagaskar und die USA bekannt.

Der im EPI-Labor untersuchte Rhyolith, stammt angeblich aus Madagaskar. Es handelt sich um einen schwach metamorph überprägten (Alkalifeldspat-) Rhyolith mit großen Einsprenglings-Kristallen. Bis zu 10 mm große Kalifeldspatkristalle und bis zu 5 mm große Quarz- und Plagioklaskristalle sind auch mit bloßem Auge gut erkennbar. Die Analyse mehrer Dünnschliffe enthüllte eine gut kristallisierte Grundmasse aus Quarz, sehr einschlussreichen Feldspäten und Glimmer, ohne Glasanteil.

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Mariposit-Dolomit - 4.8 out of 5 based on 40 votes
Mariposit-Dolomit

Mariposit-Dolomit (Rohstein)

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

»Mariposit-Dolomit« ist ein weißes Gestein mit grünen, schlierenartigen Einlagerungen. Es kommt an verschiedenen Stellen der Sierra Nevada, z.B. bei Coulterville im Landkreis Mariposa, in Kalifornien (USA) vor. Nach diesem Landstrich wurde es von B. Silliman 1868 benannt. Es tritt dort in einer Kontaktzone von Tonschiefern und ultrabasischen Gesteinen auf. Das Gestein besteht aus Dolomit, Quarz und grünen Schichtsilikaten. Bei diesen Schichtsilikaten handelt es sich in einigen Fällen um nickelhaltigen Chlorit, meistens jedoch um Mariposit, einem chromhaltigen Muskovit-Glimmer.

Die Minerale der Glimmerfamilie werden nach ihrem Aussehen in Hellglimmer und Dunkelglimmer unterteilt. In der Gruppe der Hellglimmer nimmt vor allem der Muskovit eine dominante Stellung ein. Das in reinem Zustand farblose, transparente Mineral, erhält bei einer leicht veränderten Elementzusammensetzung Veränderungen in den physikalischen Eigenschaften (Biegsamkeit, Farbe). Solche Varietäten tragen eigene Namen wie »Fuchsit«, für einen chromreichen Glimmer, »Phengit« für einen SiO2 Glimmer und »Mariposit«, der reich an Chrom und  SiO2 ist. Wegen seines Chrom und SiO2 Reichtums wird Mariposit manchmal auch als »chromhaltiger Phengit« bezeichnet.

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Maw-Sit-Sit, Burma

Die Makroaufnahme von Maw-Sit-Sit zeigt die fein verfilzte Struktur dieses jadeithaltigen Gesteins (Ausschnittgröße 3 x 4 cm)

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Maw-sit-sit ist ein Gestein, welches im Wesentlichen aus sechs Hauptbestandteilen besteht, die mengenmäßig stark variieren können. Dadurch können sich einzelne Exemplare im Aussehen stark unterscheiden. Dieser Name leitet sich ab von einer Lokalbezeichnung seines Fundorts in der Umgebung von Tawmaw in Burma (Myanmar) [Gübelin, 1978].

Das Gestein besteht aus einer Grundmasse aus hellen Gemengteilen (vor allem Albit, aber auch Zeolithe und Chlorit), in der zahlreiche dunkle Bestandteile, vor allem Mischkristalle der Jadeit-Kosmochlor Reihe von intensiv grüner Farbe, auftreten. Sie können sowohl größere Einzelkristalle oder ein blockiges Mosaik bilden. Dazwischen liegen immer wieder schwarze Nester von feinfilzigem Kosmochlor (NaCrSi206), einem Chrom-Analogon zu Jadeit (NaAlSi206).