Paramorphosen von Alfa-Quarz nach Beta-Quarz werden "Para-Quarz" genannt.
Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de
Neufunde aus Indonesien von kleinen (5 - 20mm) großen doppelender Kristallen mit sechseitigem Umrissen wurden im EPI-Labor untersucht. Es handelt sich um Alfa-Quarz (α-Quarz) in der äußeren Form von Beta-Quarz (β-Quarz). Das jetzt real vorhandene Mineral ist also kein Beta-Quarz mehr, sonden es sieht nur so aus.
Beta-Quarz kristallisiert in heissem Magma und ist bei einem Druck von 1 bar nur oberhalb von 573°C stabil. Deshalb wird er auch Hochtemperatur-Quarz (verkürzt: Hochquarz) genannt. Seine typische Gestalt sind kurzprismatische Kristalle mit deutlich ausgebildeten Pyramiden- bzw. Trapezoederflächen. In den Handel gelangen bevorzugt kleine sechsseitige Bipyramiden.
Bei Temperaturen von unter 573°C wandelt sich hexagonaler Beta-Quarz in trigonalen Alfa-Quarz um. Alfa-Quarz ist die stabile Modifikation bei tiefen Temperaturen, weshalb er auch Tieftemperatur-Quarz (verkürzt: Tiefquarz) genannt wird. Solch eine Umwandlung des Kristallsystems (hexagonal -> trigonal) wird Paramorphose genannt.



