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»Regenbogen-Basalt«

»Regenbogen-Basalt«, USA

»Regenbogen-Basalt«, USA

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Der Handelsname »Regenbogen-Basalt« steht für einen dunklen Basalt aus Michigan (USA) mit rundlichen Hohlraumfüllungen aus einem komplexen Mineralgemenge aus rosaroten und grünen Feldspäten, grauem Quarz und ein wenig Calcit.

Basalte entstehen überall dort, wo in vulkanisch aktiven Zonen dünnflüssiges, kieselsäurearmes Magma an der Erdoberfläche austritt und dort relativ schnell zu Basaltlava erkaltet. Neben den sehr feinkörnig auskristallisierten Plagioklas-Feldspäten und Pyroxen-Mineralien können aus dem Erdmantel mitgebrachte Mineralien wie Olivin und Magnetit vorhanden sein oder auch noch nicht kristallisierte glasige Bestandteile. Da Basaltlaven mitunter recht gasreich sind, sind blasenartige Hohlräume häufig anzutreffen.

Eine Dünnschliffanalyse zeigte, dass die ursprünglich vorhandenen Mineralien zum Teil stark verwittert sind. Die ehemaligen blasenartigen Hohlräume sind mit zahlreichen, zum Teil komplexen Mineralisationen ausgefüllt.

Nachweisbar waren neben Feldspat und Calcit vor allem Quarzkriställchen. Die Feldspäte sind nicht mehr frisch, sondern haben sich zum Teil in Tonminerale zersetzt. Hinzu kommen optisch nicht näher bestimmbare Zeolithminerale.

Die bunten Farben sind zurück zu führen auf das Vorhandensein von Eisenoxiden (Hämatit, Goethit), was zu rötlichen Farbtönen führt und von Zeolithen und verwitterten Feldspäten, die grünlich erscheinen.

Die Grundmasse, die diese gefüllten Hohlräume umgibt, ist homogen und besteht vor allem aus Plagioklas-Feldspat. Dazwischen finden sich serpentinisierte Olivine und sehr vereinzelt Augite. Das reichlich vorhandene Eisenoxid, das wohl ursprünglich aus Magnetit bestand, hat sich in wenig Hämatit und reichlich Goethit umgewandelt. Die zwischen den Kristallen sitzenden Reste von Glas deuten auf ein Alter von weniger als ca. 150 Millionen Jahre hin.

Regenbogen-Basalt ist demnach ein relativ junger Basalt, der durch die ästhetisch ansprechenden bunten Hohlraumfüllungen seinen Weg in den Schmuckhandel gefunden hat.

 

Detailliertere Informationen zu diesem prägnanten Gestein finden Sie in unserem Archiv.

 

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