Diesen Artikel teilen:
FaceBook  Twitter
1 1 1 1 1 Rating 0.00 (0 Votes)

»Lavendeljade« (Jadeit - Metagranitoid) aus der Türkei

Lavendeljade (Jadeit - Metagranitoid), Türkei

»Lavendeljade« (Jadeit - Metagranitoid), Türkei

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Das weltbekannte Vorkommen für dieses fliederfarbene Gestein liegt in der Türkei, etwa 90 km südlich von Bursa bei Harmancik. Dort ist ein ca. 400m dicker, jadeithaltiger Gesteinkörper zwischen Glimmerschiefern und Marmoren eingebettet. Er hat sich vor ca. 80 Mio. Jahren durch eine Hochdruckmetamorphose bei der Kollision von zwei Kontinentalplatten aus einem granitartigen Gestein (Granitoid) gebildet. Der daraus entstandene Metagranitoid besteht neben Quarz, Chloritoid, Lawsonit, Glaukophan und Phengit aus bis zu 50% Jadeit.

Jadeit kommt in diesem Gestein nicht nur in der Farbe violett (Lavendeljade) vor, sondern in geringem Umfang auch in grau, weiß und grün. Die violette Farbvarietät entstand aufgrund der Zirkulationen manganhaltiger Lösungen während des Metamorphoseprozesses.

 Imitationen

Schon 1998 kam ein violetter, durchscheinender Trommelstein unter dem Namen »Lavendeljade« in unser Labor, der sich sich bei der gemmologischen Prüfung als Hydrofluorit entpuppte. Im Unterschied zu der gängigen »Lavendeljade« aus der Türkei, ist Hydrofluorit relativ weich, durchscheinend und faserig bis strahlig aufgebaut.

Wir empfehlen vor dem Kauf von violetter »Jade« unbedingt eine gemmologische Überprüfung der Identität durchführen zu lassen.

Literatur:
DIGENNARO, M.A., TROSSARELLI, C., RINAUDO, C. (1997): Characterisation of violet jade from Turkey, Z. Dt. Gemmol. Ges. 46, 3, 169-174.

 

Kommentar schreiben